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LBBW Immobilien


Dem Stuttgarter Hindenburgbau wird eine Krone aufgesetzt

Mit einer symbolischen Grundsteinlegung auf dem Dach starteten am Donnerstag, 9. Juni, die Arbeiten für die Aufstockung des Hindenburgbaus gegenüber dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Bis zum Herbst nächsten Jahres entsteht auf dem denkmalgeschützten Gebäude nach Plänen des Stuttgarter Architekturbüros Sorg und Frosch ein weiteres, sechstes Geschoss mit knapp 1800 Quadratmeter Fläche. Insgesamt werden rund fünf Millionen Euro in dieses Projekt in bester Innenstadtlage investiert. Einen großen Teil der neu entstehenden Fläche hat sich bereits der Städtetag Baden-Württemberg gesichert, der seine Geschäftsstelle in den Hindenburgbau verlegen wird.

Hochwertig und repräsentativ

Eigentümerin des Hindenburgbaus ist die Bahnhofplatzgesellschaft Stuttgart AG, die seit 2004 wie die übrigen Stuttgarter Bahnhofplatzgesellschaften zur LEG-Gruppe gehört. „Mit diesem Projekt dokumentieren wir auch die Absicht der LEG, den Immobilienbestand der Bahnhofplatzgesellschaften aufzuwerten und weiter zu entwickeln“, sagt Hans Strudel, in Personalunion Aufsichtsratsvorsitzender der Bahnhofplatzgesellschaften und stellvertretender Vorsitzender der LEG-Geschäftsführung. „Die Aufstockung des Hindenburgbaus“, so Strudel weiter, „passt optimal in das Portfolio der Bahnhofplatzgesellschaften mit hochwertigen, repräsentativen Gewerbeflächen in Toplagen.“

Leichte transparente Glasfassade

Der 136 Meter lange Hindenburgbau wurde nach Plänen der Architekten-gemeinschaft Professor Hans Paul Schmohl, Albert Eitel, Georg Staehelin und Richard Bielenberg zwischen 1926 und 1928 als städtebauliches Pendant zum Hauptbahnhof errichtet. Die Attraktion des Gebäudes war damals das städtische Planetarium, für das eigens eine quadratische Kuppel auf den Mittelbau gesetzt worden war. Bei der Eröffnung hatte der Hindenburgbau drei Geschosse, obgleich die ursprünglichen Entwürfe ein höheres Gebäude vorgesehen hatten. Die Statik wurde bereits beim Bau auf Zuwachs ausgelegt. Zwei zusätzliche Stockwerke wurden allerdings erst in den Jahren 1948/49 beim Wiederaufbau des im Krieg schwer beschädigten Gebäudes durch Professor Schmohl realisiert.

Die Gestaltung der jetzt begonnenen Erweiterung bezieht sich auf die vorgesetzten Arkaden der ersten Aufstockung. Mit einer leichten, transpa-renten Glasfassade scheint das zusätzliche Stockwerk wie eine Krone auf dem Gebäude zu schweben. Die Außenseite wird als Doppelfassade ausgeführt, wobei zwischen Außen- und Bürofassade ein Raum entsteht, der die Räume zuverlässig gegenüber den Verkehrsgeräuschen abschirmt und darüber hinaus den Mietern auch als begehbare Galerie mit atemberaubender Rundumsicht auf die Innenstadt zur Verfügung steht. Die Ausstattung entspricht modernem hochwertigem Bürostandard, unter anderem mit Kühldecken, Doppelböden für die Installation von Leitungen und Kabeln sowie flexibel einsetzbaren Bürotrennwänden.

Städtetag als erster Mieter

Mit besonderer Sorgfalt ist die Baustellenlogistik geplant worden, um das Projekt im dicht bebauten Innenstadtbereich so reibungslos wie möglich ausführen zu können. Zwei Kräne, einer davon im Hofbereich, befördern die Baumaterialien auf das Dach. Noch vor Ende dieses Jahres sollen Rohbau und Außenfassade fertig gestellt sein.

Neben dem bereits vom Städtetag angemieteten Bereich stehen im neuen Stockwerk noch rund 1000 Quadratmeter, unterteilbar in Teilflächen von 450 beziehungsweise 550 Quadratmeter, zur Verfügung. Mit ausschlaggebend für die Entscheidung des Städtetages Baden-Württemberg, sich im neuen Stockwerk des Hinenburgbaus einzumieten, waren neben der optimalen Lage am Hauptbahnhof und in unmittelbarer Nähe zum Landtag auch wirtschaftliche Gründe. Die derzeitige Geschäftsstelle des Städtetages in einem Wohngebiet an der Relenbergstraße hätte mit beträchtlichem Aufwand saniert werden müssen. Die LEG Baden-Württemberg hat diese Immobilie gekauft und wird auf dem Grundstück hochwertige Eigentumswohnungen errichten.